Käser tritt an – FDP-Chef will Landrat im Oberallgäu werden

Der Vorsitzende der FDP Oberallgäu Michael Käser wurde von vom Kreisvorstand einstimmig als Landrat vorgeschlagen v.l.n.r.: Anton Sommer, Katharina Rauh, Dieter Thinschmidt, Michael Käser, Klaus Maruschka, Melanie Bindhammer, Oliver Schwarz, Stephan Thomae

Die Freien Demokraten im Oberallgäu ziehen voraussichtlich mit ihrem Vorsitzenden Michael Käser in den Wahlkampf um das Landratsamt. Auf der Klausurtagung der FDP am 24.08.2019 in Oberstaufen wurde der gebürtige Immenstädter vom Vorstand einstimmig vorgeschlagen. Der 27-jährige muss noch von einer Mitgliederversammlung offiziell nominiert werden und wäre damit der bisher jüngste Kandidat im Rennen um das Mandat als Landrat. „Ich setze mich für einen modernen und fortschrittlichen Landkreis ein, der im Vergleich mit der Entwicklung von Städten nicht ins Hintertreffen gerät. Dementsprechend spielen Themen wie Digitalisierung, Innovation und Gründertum für mich eine wichtige Rolle. Die Probleme von heute lassen sich nicht mit den Ideen von gestern lösen. Deshalb setzen wir z.B. zur Verbesserung des ÖPNV schon heute viel stärker auf Entwicklungen wie Autonomes Fahren. Auch beim Klimaschutz wäre es ein Signal, eine Modellregion für Wasserstoff zu gründen“, so der junge Liberale. Doch auch bei sozialen Themen bringt der studierte Sozialwirt mit Masterabschluss an der Hochschule Kempten konstruktive Vorschläge.

„Der Demographische Wandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit und wird vor allem die junge Generation hart treffen. Wir müssen schnell in Nachbarschaftspflege investieren und Angebote wie Kurzzeit- oder Tagespflegeplätze schaffen, um die pflegenden Angehörigen zu entlasten, denn: Ohne Ehrenamt werden wir den Pflegenotstand nicht verhindern können“, so Käser, der als wissenschaftlicher Referent für den Landtagsabgeordneten Dr. Dominik Spitzer arbeitet.

Ferner sieht der Liberale, der selbst in einem Vermietungsbetrieb aufgewachsen ist, Entwicklungspotential im Tourismus: „Im Allgäu stehen wir gut da, wenn man aber nach Vorarlberg oder Tirol schaut, kann man viel lernen. In Sachen Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden bei der Vermarktung der Tourismusdestination, der alpenländischen Architektur in den Urlaubsorten oder der Modernität der Freizeitanlagen liegen unsere österreichischen Nachbarn klar vorne. Unser Ziel muss es sein in Qualität zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Auf die Frage hin, warum er sich für den Chefsessel im Landratsamt bewirbt, meint Käser: „Ich finde es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern eine freiheitliche Alternative zu bieten und somit das Meinungsspektrum zu erweitern. Darüber hinaus möchte ich der Jugend eine Stimme geben.“

Der Bezirksvorsitzende der FDP Schwaben und Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Thomae unterstützt die Kandidatur des Kreisvorsitzenden: „Michael Käser ist eine optimale Besetzung. Er wird eigene, liberale Akzente im kommenden Landratswahlkampf setzen.“

Die Freien Demokraten wollen wieder mit einer vollen Liste zur Kreistagswahl antreten.


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