“Nicht zu Ende gedacht” – FDP Immenstadt zur “Alten Schule” in Bühl

In ihrem Statement nimmt die FDP Immenstadt Stellung zur Diskussion um den Abriss der “Alten Schule” in Bühl:

“In Bezug auf einen darstellbaren Erhalt des Baudenkmals “Alte Schule Bühl” ist es sicherlich spät – jedoch nicht zu spät. Für den viele Jahre unterlassenen Gebäudeunterhalt kann das Gebäude nichts – der Eigentümer jedoch schon. Die entsprechenden Auflagen und Anforderungen gemäß dem bayerischen Denkmalschutzgesetz wurden hier wohl nicht mit dem entsprechenden Nachdruck eingefordert und umgesetzt.

Unabhängig der eigentumsrechtlichen Zuständigkeiten gilt es engagiert zu begreifen was Baudenkmäler sind: Bestandteile der örtlichen Identität bei Wahrnehmung der Verantwortung für anvertraute Werte und Leistungen vorangegangener Generationen.  Hierbei kommt insbesondere kirchlichen Institutionen und Kommunen eine beherzt auszufüllende Vorbildfunktion zu.

Bei Denkmalschutz-Projekten sind Raumprogramm und Nutzung sensibel unter Wahrung einer wirtschaftlichen Sinnfälligkeit in den baulichen Bestand zu integrieren – nicht umgekehrt. Hierbei bedarf es einer fachlichen Begleitung und offenen Moderation bei Einbeziehung von Referenzprojekten. Nicht umsetzbare Wünsche und vordergründige Versprechungen blockieren Lösungen und führen zu Enttäuschungen.

Sowohl bei einer Gebäudesanierung als auch bei einem Neubauprojekt ist eine räumliche, terminliche  sowie kosten- und finanzierungstechnische Umsetzung auf dem topografisch schwierigen Areal mit wahrscheinlichen Bodendenkmälern qualifiziert, solide und transparent vor Abbruchs der Alten Schule Bühl zu bewerten.

Spätestens wenn der seitherige Eigentümer als Antragsteller sich weigert das Risiko für seine von einem ehemaligen Neubauvorhaben entkoppelte und im Denkmalschutz so eigentlich nicht statthafte Abbruchgenehmigung zu übernehmen, ist eine kritische Haltung geboten”, so Andreas Geywitz, Architekt und Ortsvorsitzender der FDP Immenstadt. 

 


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