FDP Immenstadt fordert Wettbewerb der Ideen für Hofgartenareal

Die Liberalen setzen sich für einen Wettbewerb der Ideen zur Umgestaltung des Hofgartenareals ein. Sie befürchten bei der Realisierung des aktuell diskutierten Konzepts einen Verdrängungswettbewerb, unter dem die kleinen Einzelhandelsgeschäfte Schaden nehmen würden. „Wir haben jetzt schon Probleme damit alle Verkaufsflächen zu verpachten. Es ist unklar, ob ein REWE-Markt mit angegliederten Shops die Innenstadt im Städtle beleben wird. Die Vermeidung weiterer Leerstände sowie die positive Weiterentwicklung der vorhandenen Geschäftsstruktur in Immenstadt ist unser Anliegen“, so die Ortsvorsitzende der FDP Immenstadt Katharina Rauh.
Auch kritisieren die Freien Demokraten das Verfahren, mit dem ein Auftrag an einen einzigen Betreiber ergehen könnte: „Es ist unüblich und nicht gerade im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, wenn ein Träger ohne ein transparentes Verfahren selbst Auftraggeber wird, und sich selbst steuert. Es ist zu erwarten, dass am Ende nicht das Ergebnis steht, welches im Sinne der Bevölkerung wäre“, so Michael Käser, Beisitzer im Vorstand.

Die FDP sieht in einem Abriss des Hofgartenareals einen negativen und überholten Eingriff ins Stadtbild: „Keine Kommune opfert heute noch Parkflächen, sondern bindet Grünanlagen in neue Konzepte ein. Stadtentwicklung bei Stärkung des eigenen Profils umfasst insbesondere das Verstehen, das Aufnehmen und Fortführen der Leistungen früherer Generationen. Durch eine professionelle Positionierung des Hofgartenensembles lassen sich Unterhalt und Betrieb wirtschaftlich darstellen.“, so Andreas Geywitz, Architekt und stellv. Vorsitzender der FDP Immenstadt.

Falls erforderlich werden die Liberalen mittels eines Bürgerbegehrens einen Wettbewerb der Ideen ins Rollen bringen, so der Stadtrat der FDP Ralf Kellner: „Wer sich für das Hofgartenareal einsetzt ist nicht sentimental oder rückwärtsgewandt, wie häufig unterstellt wird, sondern weiß, welche Potentiale im Hofgarten schlummern. Selbstreden muss die Kostensituation eines Konzepts für die Stadt darstellbar sein“, so Kellner. Bevor man ein Begehren anstrebe, wolle man aber erst die Präsentation des Projekts im Juli abwarten.


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