FDP-Abgeordneter Matthias Fischbach diskutiert in Sonthofen über Beste Bildung für Bayern

Passend zum Schulbeginn traf sich die FDP Oberallgäu zu Ihrem liberalen Stammtisch in Sonthofen, um über die Bayerische Bildungspolitik zu sprechen. Dazu luden sich die Liberalen den bildungspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag Matthias Fischbach ein. „Wir Freien Demokraten stehen für konstruktive Oppositionspolitik. Statt nur auf den Schwachstellen der Regierung herumzureiten, präsentieren wir einen grundlegend neuen Ansatz in der Bildungspolitik. Denn wir können nicht so weitermachen wie bisher, wenn wir zur Weltspitze aufschließen möchten“, so Fischbach. Erreichen wollen die Liberalen dies mit einer Reform des Bildungssystems: „Die zentrale Organisation der Bildung in Bayern über das Kultusministerium führt zu viel Bürokratie und nicht immer zu den besten Lösungen. Wir möchten den Schulen mehr Freiheit geben, sei es bei der Personalauswahl oder der Gestaltung des Unterrichts vor Ort“, so der Abgeordnete. Finanziert werden soll dies durch sogenannte Bildungsgutscheine. Das Budget der Schule werde dann nach dem Prinzip „Geld folgt Schüler“ ausbezahlt und autonom verwaltet. Dies setze allerdings eine Wahlfreiheit der Schüler voraus. „Aktuell herrscht in Bayern die Sprengelpflicht. Das heißt, dass jeder Schüler auf die ihm zugewiesene Schule gehen muss. Das wollen wir ändern: in ein Sprengelrecht“, führt der Bildungspolitiker aus. Mehr Autonomie für die Schulen: das würde sich auch der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband wünschen. Der Kreisvorsitzende des BLLV im Oberallgäu, Reinhard Gogl, sieht momentan jedoch den Lehrermangel, vor allem im Bereich der Grund- und Mittelschulen als drängendstes Problem. Er wünscht sich an diesen Schularten neben einer angeglichenen Bezahlung der Lehrkräfte auch mehr sog. Poolstunden, um die Herausforderungen der Integration, Inklusion und Digitalisierung gut bewältigen zu können. Darüber hinaus plädiert er vehement für eine längere gemeinsame Schul- bzw. Grundschulzeit. Auf dem Stammtisch wurde darüber hinaus kontrovers über den Religionsunterricht diskutiert. Der Kreisvorsitzende der FDP Oberallgäu Michael Käser hält diesen für nicht mehr zeitgemäß: „Meiner Meinung nach sollten alle Kinder in einen neutralen Ethikunterricht gehen, um gemeinsam über Religion, sowie Werte und Normen unserer Gesellschaft zu sprechen. Von einem solchen Dialogunterricht könnten alle profitieren“, so Käser.


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